Eine von Wasser bedeckte Straße, auf der sich Autos spiegeln

Risiko Starkregen – Was tun, um das eigene Fahrzeug auch bei starken Regenschauern zu schützen?

Nach den vergangenen doch recht sonnigen Monaten sind nun in weiten Teilen Deutschlands hohe Niederschlagsmengen zu verzeichnen. Während dies für die Pflanzenwelt eine erfreuliche Nachricht ist, leiden Autofahrer oftmals unter den starken Regenfällen. Welche Gefahren der Starkregen für das eigene Fahrzeug birgt und wie man es vor diesen schützen kann, verrät der Waschbär.

Gefahren bei Starkregen

Nicht nur das Autofahren an sich ist bei starken Regengüssen aufgrund der schlechteren Sicht und drohenden Aquaplanings gefährlicher, auch dem Auto selbst droht Gefahr. Selbstverständlich sind Fahrzeuge prinzipiell so konstruiert, dass sie Wind und Wetter trotzen können. Welche Schwierigkeiten können bei dieser höheren Belastung aber trotzdem auftauchen?

Beschleunigung der Korrosion

Bei starken Regenfällen ist es durchaus üblich, dass aufwirbelndes Wasser samt Dreck an Stellen Ihres Fahrzeuges gelangt, die normalerweise schwer zugänglich sind. So wird die Korrosion dort langfristig gefördert. Auch eine eventuelle Beschädigung des Lacks ist denkbar.

Fehler in der Bordelektronik

Gelangt Wasser in einen Kabelstrang oder gar in ein Steuergerät, kann das schwerwiegende Folgen haben. Schließlich sind gerade KFZ-Steuergeräte dazu da, verschiedene Funktionen zu steuern, diese gleichzeitig zu überwachen und etwaige Fehler aufzuzeichnen. Kommen diese also in Kontakt mit Wasser, so kann die Bordelektronik stark beschädigt werden.

Der Worst Case: Motorschaden

Führt der Starkregen einmal dazu, dass sich auf der Straße und gerade in Unterführungen große Pfützen bilden, so ist höchste Vorsicht geboten. Meist ist eine Wassertiefe bis zu den Radnaben unproblematisch. Reicht das Wasser aber gar über die Unterkante der Stoßstange, so kann im schlimmsten Fall der Motor durch einen Wasserschlag lahmgelegt werden. In diesem Fall saugt der Motor nämlich Wasser statt Luft an, das sich im Gegensatz zum normalen Luft-Kraftstoff-Gemisch nicht komprimieren lässt. Wann genau der Wasserstand für das Auto kritisch wird, ist vom Automodell abhängig.

Ist das Auto unter Wasser gestanden, sollte man sich lieber Hilfe holen, bevor man leichtfertig den Motor anlässt. Selbst das Einschalten der Zündung oder anderer Verbraucher kann zu Kurzschlüssen oder anderen Problemen in der Bordelektronik führen.

Wie beuge ich solchen Schäden vor?

Um Ihrem Auto den größtmöglichen Schutz zu bieten, gibt es viele Präventivmaßnahmen. Der Waschbär hat hier einige von diesen zusammengestellt.

Der richtige Parkplatz

Der richtige Parkplatz für den eigenen fahrbaren Untersatz ist das A und O. Wenn keine Garage zur Verfügung steht, so ist es zumindest ratsam, unter einem Carport oder einem Vordach zu parken. Denn diese Überdachung schützt das Auto nicht nur vor Sonneneinstrahlung, Hitze und Hagel, sondern eben auch vor starken Regengüssen.

Gibt es diese Möglichkeit jedoch nicht, so empfiehlt sich eine praktische Abdeckplane, mit der Sie das Fahrzeugäußere vor Wind und Wetter schützen können. Diese Abdeckungen gibt es in jeder Preiskategorie. Meist ist das verwendete Material sowohl wasserabweisend als auch atmungsaktiv.

Die richtige Ausrüstung

Eine besondere Lackversiegelung sorgt dafür, den Lack Ihres Autos widerstandfähiger zu machen. Wenngleich sich viele Werkstätten auf Lackversiegelung spezialisiert haben, sind Sie nicht zwangsläufig auf professionelle Hilfe angewiesen. Denn auch für den Heimgebrauch gibt es im Handel zahlreiche Pflegeprodukte.

Auch das Anbringen von Schmutzfängern hilft Ihnen dabei, den Lack zu schonen, da diese Ihr Fahrzeug vor dem heraufspritzenden Wasser schützen. So beugen Sie auch besser Korrosionsschäden vor. Schmutzfänger sorgen überdies dafür, dass weniger Wasser hinter dem Auto aufgewirbelt wird, was wiederum die Autofahrer hinter Ihnen freuen wird.

Das richtige Verhalten bei Starkregen

Selbst langsames Vortasten bei überfluteten Stellen kann zur Gefahr werden, beispielsweise durch herausgespülte Kanaldeckel. Niemals sollten Sie also durch große Pfützen fahren, deren Tiefe Sie nicht einschätzen können. Denn eine Fehleinschätzung kann durchaus teuer werden. Für durch Hochwasser entstandene Schäden kommt im Normalfall die Teilkaskoversicherung auf. Fahren Sie allerdings leichtfertig durch überflutete Stellen, so kann es passieren, dass Sie auf den Kosten für die Reparatur eines Motorschadens sitzen bleiben.

Grundsätzlich ist es also empfehlenswert, Unterführungen bei schlechtem Wetter und starkem Regen möglichst zu meiden, ebenso wie Gebiete, die besonders anfällig für Überflutungen und Hochwasser sind.

Haben sie Fragen zu diesem Thema, zu anderen Themen rund um das Auto oder zu unserer aktuellen Frühlingsaktion? Dann sprechen Sie uns gerne auch vor Ort in unseren Waschbär-Waschanlagen in Gaimersheim, Pfaffenhofen, Freising oder Schwabach an.